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Schwangerschaft


Haarausfall nach der Geburt


Die Geburt kann eine anstrengende Zeit sein und für einige Frauen kann es zu einem meist temporären Haarausfall kommen, postpartale Alopezie genannt. Die Bedingung beginnt normalerweise etwa zwei bis drei Monate nach der Geburt und verschlechtert sich allmählich bis zu drei Monate, um dann nach weiteren 2-3 Monaten wieder in das gewohnte Haarwachstum zurückzuführen.

Postpartale Alopezie wird durch eine allgemeine Verdünnung über die ganzen Kopfhaut hinweg charakterisiert. Dies ist im Gegensatz zu männlichem Muster beim Haarausfall, wo die Sirn und der obere Kopfteil betroffen sind. Postpartale Alopezie kann bis zu 90% aller Mütter treffen, und das Ausmaß des Haarausfalls kann beträchtlich variieren.

Warum tritt es auf?


Die genaue Ursache für postpartale Alopezie wird immer noch nicht vollständig verstanden, aber es ist mit den hormonellen Änderungen verbunden, die während und nach der Geburt auftreten. Während der Schwangerschaft gibt es ein gesteigertes Niveau von Östrogenen im Körper, die das Haar in der Anagen-Phase? erhält und zu schönem dickem Haar führt. Nach der Geburt schaltet der Rückgang des Östrogens die erweiterte Wachstumsphase aus und schaltet das Haar um in die Katagen-Phase?, die zum plötzlichen übermäßigen Haarausfall führt.

Es ist manchmal vermutet worden, dass der moderne Lebensstil und schlechte Ernährung ein Hauptfaktor für postpartale Alopezie sind, aber die Forschung hat gezeigt, dass diese Faktoren keine Rolle in diesem Zustand spielen.

Trotzdem sollte darauf hingewiesen werdn, daß die Schwangerschaft die Ressourcen der Mutter beansprucht. Stoffe wie Eisen werden in hohem Maße bei der Schwangerschaft verbraucht, eine Kontrolle auf Eisenmangel schadet also nicht.12

Kann es behandelt werden?


Da die postpartale Alopezie eine temporäre Bedingung ist, aus der sich das Haar meist vollständig erholt, gibt es wenige wirksame Behandlungen.

Am besten ist der Versuch den Zustand nicht zu verschlimmern, so dass kein weiterer Haarausfall als notwendig auftritt. Das Haar sollte möglichst nicht übermäßig strapaziert werden, bspw durch Frisur oder chemische Behandlung.

Eine gesunde Ernährung, die frisches Obst und Gemüse einschließt, kann auch eine wichtige Rolle bei dem Versuch spielen, das natürliche Haar zu erhalten. Obst und Gemüse enthalten Flavonoids, die stärkeres Haarwachstum durch Stärken der kleinen Blutgefäße unterstützen. Wer sicher gehen möchte, kann auch eine Supplementierung (Ergänzung) der wichtigen Vitamine und Mineralien vornehmen. Die wirksamsten Vitaminergänzungen sind Biotin, Vitamin B Komplex, Vitamin C, Vitamin E und Zink und diese sind alle leicht und günstig in Multivitamin - Kapseln verfügbar.

Vorsicht


Fast immer hört der Haarausfall von selbst auf. Allerdings kann es durch und nach der Geburt zu tiefgreifenderen Störungen im Hormonhaushalt kommen, die sich besonders im Bereich der Haare äußeren. Sollte sich der Haarausfall nach 9-12 Monaten nicht normalisieren, ist eine ärztliche Kontrolle sinnvoll, um solche Veränderungen abzuprüfen.

1. Minerva Ginecol. 2009 Oct;61/5:445-52. Hair loss in women. Tosti A, Piraccini BM, Sisti A, Duque-Estrada B.
2. Shrivastava SB. Diffuse hair loss in an adult female: Approach to diagnosis and management. Indian J Dermatol Venereol Leprol [serial online] 2009 [cited 2010 Aug 14 ];75:20-28
Available from: http://www.ijdvl.com/text.asp?2009/75/1/20/45215

Letzte Aktualisierung: Sat Aug 14 19:29:29 2010 durch sensitiv


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